Westernreiten

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Westernreiten Thüringen - Reitweise, Reiterhöfe,Trainer, Termine

[Westernreiten

Die Westernreitweise ist eine Philosophie. Sie ist für viele ein Ausdruck ihres Wunsches nach Freiheit und Differenzierung zu alt hergebrachten. Sie ist eine Arbeitsreitweise die ihren Ursprung im spanischen Arbeitsreiten, dem Vaqueroreiten hat.

Reitweise

Von einfachem Reiten in den Grundgangarten bis hin zur hohen Schule - im Englischen Reitstil: Dressur - ist auch beim Westernreiten eine große Bandbreite des Könnens vorhanden, beeinflusst von der Iberischen Reitweise, die als Ursprung jeder Reitkunst bezeichnet werden kann. Im Gegensatz zum Englischen Reitstil sind Westernpferde darauf trainiert, bei einem Impuls - zum Beispiel der Hilfe zum Antraben - zu reagieren und dann ohne weitere Einwirkung des Reiters in diesem Tempo zu bleiben. Im Englischen Reitstil wird dagegen auch nach der Hilfe zum Tempowechsel weiterhin mit Schenkeln, Kreuz und Zügeln permanent eingewirkt.

Spektakuläre Stopps (Sliding Stop), bei denen das Pferd mit der Hinterhand fast auf dem Boden „sitzt“ und mit den Vorderbeinen weiterläuft, oder schnelle Drehungen (Spins) um die Hinterhand, verbunden mit rodeomäßiger Atmosphäre und Cowboykleidung, prägen das Bild vom Westernreiten. Allerdings gibt es auch hier Regeln, wie Reiter und Pferd bei einem Turnier ausgestattet sein müssen. Das variiert von Disziplin zu Disziplin. Hut, Jeans und Stiefel gehören immer dazu. Genau wie bei anderen Reitweisen gilt es aber auch beim Westernreiten, eine solide Ausbildung zu bekommen und sein Können permanent zu verbessern. Das bedeutet, wie bei jeder anderen Reitweise auch, in erster Linie das Üben von Basiselementen und nicht das Reiten von Show-highlights, die, falsch geritten, zudem schnell den Pferden gesundheitliche Schäden zufügen können.

Viele Westernpferde haben ähnlich angenehm zu sitzende Gangarten wie Isländer, oder Paso Finos. Allerdings sind das nur besonders langsame und flache Varianten der drei „normalen“ Grundgangarten, wie sie bei der Turnierdisziplin Pleasure gezeigt werden, nicht etwa ein Tölt oder Pass. Da das Westernreiten viele Elemente aus der Arbeit zu Pferd übernommen hat, liegt der Schwerpunkt bei allen Bewegungen darin, sowohl dem Pferd als auch dem Reiter die geforderte Übung über eine möglichst lange Zeit - im Idealfall den ganzen Tag - zu ermöglichen. Darüber hinaus gibt es aber auch spezielle Gangpferde-Rassen, wie das Tennessee Walking Horse, die speziell wegen ihrer leicht zu sitzenden Gangarten gezüchtet werden.

Disziplinen

Disziplinen

weitere Disziplinen


Grundübungen des Westernsports

Speed Control

Hier werden in der Regel zwei große, im Galopp schnell gerittene Zirkel und dann ein kleiner, langsamer Zirkel geritten. Der Sinn davon ist, den Übergang von schnell auf langsam so unsichtbar wie möglich zu machen. Meist wirkt der Reiter hier nur mit dem Gewicht ein (er setzt sich "tiefer" in den Sattel).

Spin

Die Spins sind eine oder mehrere 360°-Drehungen auf der Hinterhand (um das hintere innere Bein: PIVOT). Hierbei verlagert das Pferd idealerweise sein Gewicht auf das innere Hinterbein und überkreuzt die Vorderbeine. Außerdem sollte das Pferd möglichst schnell, dabei aber sauber drehen.

Sliding Stop

Das wohl markanteste Manöver in einem Reining-Pattern ist der Sliding Stop. Hier stoppt das Pferd so aus dem Galopp, dass es mit der Hinterhand auf dem Boden rutscht, während es mit den Vorderbeinen mobil bleibt und bis zum Stillstand weiterläuft. Dieser Stop soll möglichst ohne Einwirkung von Zügeln geschehen. Wichtig: Sliden kann man nur bei entsprechendem Boden und mit einem speziellen Beschlag mit Sliding-Plates .

Fliegender Galoppwechsel

In der Reining findet der Galoppwechsel meist dann statt, wenn eine Acht geritten wird, also die Richtung - von linke Hand auf rechte, oder umgekehrt - gewechselt wird. Dies passiert, wenn man vom einen Zirkel auf den anderen wechselt (meist in der Mitte der Bahn). Dabei wechselt das Pferd das führende Bein. Der Wechsel sollte genau auf X (das ist der Bahnmittelpunkt) stattfinden. Ein "Umwerfen" des Pferdes gilt es zu vermeiden. Anders gesagt, das Pferd sollte überall wechseln können, nicht nur auf X.

Roll Back

Der Roll Back ist eine 180° Drehung des Pferdes auf der Hinterhand. Der Reiter galoppiert, stoppt (auch Sliding Stop), macht aus der Stoppbewegung heraus (ohne Stillstand nach dem Stopp) eine gesprungene Hinterhandwendung (die 180° Drehung um die Hinterhand) und galoppiert auf der anderen Hand wieder an. Das ganze geht so schnell und flüssig, dass die Übergänge kaum sichtbar sind.

Rückwärtsrichten

Das Rückwärtsrichten gehört zu allen Patterns dazu. Das Pferd geht - idealerweise gerade - rückwärts am lockeren Zügel). Auch hier wird ein recht hohes Tempo gerne gesehen. Dabei senkt sich die Kruppe extrem. Damit sich die Pferde im Training nicht auf den eigenen Schweif stehen, wird er oftmals eingeflochten.


Zitiert aus:
Artikel Westernreiten. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 6. Dezember 2007, 15:00 UTC. (Abgerufen: 9. Dezember 2007, 10:41 UTC)
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