Verhalten im Gelände (unsere Wanderreitregeln)
Aus Reiterforum-Thueringen
Diskussion:Verhalten im Gelände (unsere Wanderreitregeln)
Bewertungen, Fragen und Meinungen
gefördert durch:
Benutzer:Sascha
Damit ein Wanderritt auch allen Spaß macht und nicht nur risikoreiches Gewusel wird, sollte man ein paar Regeln einhalten. Keine Angst es wird kein Rückfall in den Kindergarten. Ihr müsst nicht Händchen halten ...
Ich werde euch im folgendem die Regel nennen und auch erläutern warum man sie einhalten sollte.
- es wird sich am Schwächstem orientiert
- das mag jetzt ganz und gar nach Spielverderber klingen - nichts ist aber schlimmer wenn aus dem lustigen Abend eine 'Trauerrunde' wird, weil einer im Krankenhaus liegt
- sollte man eine Straße überqueren, dann nur als geschlossene Gruppe
- Pferde sind Herdentiere, somit versuchen sie in einer fremden Gegend oder bei Gefahr bei ihren Artgenossen zu sein. Leider nehmen sie dabei keine Rücksicht auf den Verkehr.
- man sollte sich am Anfang des Rittes auf eine Reihenfolge einigen und diese dann bis zum Ende einhalten
- Pferde sind Persönlichkeiten, es gibt also auch Sympathie und Antipathie zwischen ihnen. Da Ablehnung nicht nur durch Gebärden sondern auch mit Zähnen und Hufen gezeigt werden, sollte man versuchen Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen. Nicht nur Pferdebeine werden durch solche Raufereien verletzt, oftmals ist auch ein Reiterbein dazwischen. (Eigene Erfahrung:In so einem Tritt steckt viel Kraft)
- auch bei Pferden sollte es einen Sicherheitsabstand geben, wenigsten eine Pferdelänge
- So ein Sicherheitsabstand hat viele Vorteile:
- man kann besser auf die Reitweise seines Vordermannes reagieren
- wenn man ein bisschen Boden vor sich sieht, macht man nicht die gleichen Fehler und reiten in das gleiche Loch wie der Vordermann (nur einem Loch, dass man sieht kann man ausweichen)
- Äste die der Vordermann beiseite drückt haben genügend Platz um auszuschwingen (mit einen Striemen im Gesicht muss man sehr viele peinliche Fragen beantworten)
- sollte es doch mal zu einem Austritt eines Pferdes kommen so verpufft er meist in der Luft, so ein Pferdebein ist zwar lang aber nicht so lang
- So ein Sicherheitsabstand hat viele Vorteile:
- begegnet man auf einem Ritt Fußgängern, Fahrradfahrern usw. so hält man an oder reitet im Schritt an ihnen vorbei
- Pferde, so gut sie auch ausgebildet sind, sind Tiere und damit nicht immer berechenbar. Das heißt was gestern noch ganz normal war, kann heute was ganz gefährliches sein. Einem Pferd das Schritt geht oder steht kann man meist ohne Gefahr zeigen das etwas ungefährlich ist. Sollte das Pferd aber in einer höheren Gangart ausweichen ist es wesentlich schwieriger sich zu halten.
- Viele Menschen sind den Umgang mit Pferden nicht gewöhnt. Nicht alle Reaktionen sind uns oder den Pferden verständlich. So kommt auch mal eine Rentnerin auf die Idee unverhofft einen Regenschirm aufzumachen. (Ich weiß bis heute nicht warum, geregnet hat es nicht)
- begegnet man anderen Reitern so gilt gleiches wie im der Regel zuvor
- wie schon geschrieben sind Pferde Herdentiere, so kann ohne weiteres passieren das ein Pferd der anderen Gruppe plötzlich mit euch mitläuft. Gut ist dann wenn der Reiter noch mit dabei ist.
- die wichtigste Regel = viel Spaß haben !!!
--Sascha 14:29, 10. März 2007 (CET)

