Tod des geliebten Vierbeiners-Abschied vom Pferd

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Inhaltsverzeichnis

Habt Ihr ein Pferd, dann müsst ihr auch daran denken, dass es auch eines Tages stirbt

Leider sterben unsere geliebten Vierbeiner heute kaum noch eines natürlichen Todes. In den meisten Fällen, müssen wir als Besitzer über Leben und Tod unseres Pferdes entscheiden. Ob wir weiter sein Leben durch Medikamente oder Operationen am Leben erhalten oder es von seinen Leiden erlösen ist ganz alleine unsere Entscheidung, die uns leider keiner abnimmt.

"Glücklich" kann sich der schätzen, der diese Entscheidung in dem Wissen, dass es eine Erlösung für das Pferd ist fällt. Ganz schlimm wird es, wenn wir eine solche Entscheidung aus finanziellen Gründen treffen müssen. Nur hier muss man ganz deutlich sagen, dass Ihr mit einer zu gefühlsbezogenen Entscheidung zu Gunsten des Pferdes, euer weiteres Leben gefährdet.

Schiebt den Gedanken an den Tod nicht zu weit von euch. Ihr könnt leider auch sehr schnell damit konfrontiert werden.

Zum Beispiel bei einer schweren Kolik oder Verletzung. Gut für solche Fälle gibt es eine OP-Versicherung, die uns die Entscheidung erschwert. Sagt Euch aber euer Tierarzt eindeutig, dass euer Pferd trotz Operation anschließend nicht mehr schmerzfrei und artgerecht leben kann, entscheidet zu Gunsten eures Pferdchens.

Bei chronischen sich verschlimmernden Krankheiten, wie Arthrose, Spat oder Hufrehe müsst Ihr euch von Anfang an der Tatsache bewusst sein, dass Ihr diese Entscheidung früher oder später treffen müsst. In diesen Fällen kann eurem Pferd bis zu einem bestimmten Punkt geholfen werden, so dass es relativ schmerzfrei leben kann. Allerdings ist es leider so, dass die meisten Therapien im Laufe der Zeit an Wirksamkeit verlieren und die Schmerzen des Pferdes zunehmen.

Es ist dann allein eure Sache abzuschätzen, ab wann euer Pferd leidet und sich nur noch quält. Ihr müsst deshalb bei jeder geplanten weiteren Behandlungen genau klären, ob diese Therapie wirklich hilft oder nicht heilbares nur hinauszögert. Denn es ist reine Quälerei, wenn ein Pferd, das nur noch unter hoch dosierten Schmerzmitteln laufen kann und in der Box gehalten werden muss, da ein Aufenthalt auf der Koppel nicht mehr vertretbar ist.

Es ist wahr , eine solche Entscheidung ist für uns unheimlich schwer, da wir einerseits sehen, dass unser Pferd leidet zum anderen uns immer wieder sagen, dass wir nicht alles für es getan haben. Wir klammern uns an jeden Strohalm.

Es muss Euch klar sein, dass Affenliebe keine Hilfe für das Pferd ist, sondern Ihr persönlich dann zur Ursachen für weiteres Leiden eures Pferdes werdet. Ihr also zum Tierquäler werdet. Wann Ihr dieser Schwelle zu nahe kommt, lassen euch meist weniger betroffene Freunde wissen. Ihr müsst sehr genau auf die meist versteckten Hinweise achten, Nur sehr wenige Freunde oder Angehörige haben den Mut ,es euch direkt zu sagen. Solltet Ihr euch dieser Hinweise bewusst werden, dann wartet bitte nicht mehr zu lange mit eurer Entscheidung.

Eure Entscheidung dürft Ihr auch nicht von den Meinungen Anderer beeinflussen lassen. Manchmal lassen Euch eure Freunde aus dem Stall spüren, dass sie eure Entscheidung für verfrüht halten oder als Geiz empfinden. Ihr also einfach die teure Behandlung oder einen Gnadenhof nicht mehr bezahlen wollt. In diesem Fall ist es gut, wenn Ihr "egoistisch" seid und eure Entscheidung durchsetzt.

Habt Ihr euch dazu durchgerungen, dass das Leben eures Pferdes zu beenden, gibt es zwei Möglichkeiten der Tötung.

Ich werde sie Euch erläutern, obwohl mir dabei die Haare zu Berge stehen, da ich ja auch ein Pferd besitze, dass ich wie ein Kind liebe.

Die Qual der Wahl: Einschläfern oder Bolzenschuss ?

Beim Einschläfern bekommt das Pferd zuerst eine Beruhigungsspritze. Erst nachdem es eingeschlafen ist. erhält es über eine Kanüle ein Narkosemittel, das es bewusstlos macht. Wenn unser Pferd nichts mehr spürt, erst dann bekommt es eine zweite, diesmal tödliche Injektion in die Kanüle.

Nachteil des Einschläferns ist, dass die Narkosemittel nicht immer sofort und richtig wirken. So kann es dazu kommen, dass das Pferd anfängt zu kämpfen, immer wieder zusammenbricht und sich dann wieder hochrappelt. Es kann auch zu Zuckungen und Krämpfen kommen, die für uns Pferdebesitzer schrecklich aussehen. Um solche Szenen zu vermeiden, sollte eine unserem Pferd vertraute Person es halten und beruhigen. Auch die Umgebung sollte ruhig sein, da Aufregung die Wirkung der Narkosemittel abschwächen oder aufheben kann.

Nach dem Einschläfern muss das Pferd von der Tierkörperbeseitigung abgeholt und entsorgt werden. Ein Teil der Kosten wird von der Tierseuchenkasse übernommen.

Die Alternative ist es, das Pferd per Bolzenschuss zu schlachten. Was hier alles schief gehen kann möchte und brauche ich Euch sicherlich nicht zu erklären. Informationen dazu findet Ihr im Internet. Diese Methode ist nur dann nötig, wenn Ihr euer Pferd weiter verwerten möchtet. Bei dieser Tötungsmethode fallen keine Kosten für die Tierkörperbeseitigung an.

Welche Art der Tötung für euer Pferd die richtige ist, müsst Ihr entscheiden. Beide Arten sind schnell und schmerzlos.

Der Gedanke daran ist schrecklich, aber trotzdem, geht diesen letzten Weg mit eurem Pferd. Nur dann könnt Ihr euch sicher sein, dass es nicht gelitten hat.

Alles weitere überlasst weniger betroffenen Freunden.

Weblinks

siehe auch

Katrin 14:08, 9. Sep. 2007 (CEST)


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