Pferdefütterung

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Nachschlagewerk/ Branchenbuch rund ums Pferd

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Inhaltsverzeichnis

Bei der Pferdefütterung sind die individuellen Bedürfnisse eines jeden Tieres zu berücksichtigen. So haben Fohlen und Jungpferde sowie tragende und säugende Stuten einen deutlich erhöhten Eiweißbedarf, bei Sportpferden sollte hingegen auf den Einsatz von besonders energiereichen Futtermitteln geachtet werden und bei älteren Pferden muss auf die geringere Futterverwertbarkeit Rücksicht genommen werden. Besondere Aufmerksamkeit verdient auch die Mineralstoffversorgung, da es hier oft zu Mangelerscheinungen kommt. Um dem Pferd die Möglichkeit zu bieten, seinen Mineralhaushalt selber zu regulieren, kann man Lecksteine vorzugsweise in den Futtertrog legen. Neben den traditionellen Futtermitteln Stroh, Heu und Hafer und der zunehmenden Verwendung der Fertigfuttermittel werden auch diese Erzeugnisse eingesetzt:

Heu

Als Heu bezeichnet man die getrocknete oberirdische Biomasse von Grünlandpflanzen (Gräser, Kräuter, Leguminosen). Der Grasschnitt wird allgemein als das eigentliche Heu bezeichnet.Der 1. Schnitt enthält aufgrund der holzhaltigen Grashalme weit mehr Faserstoffe und ist besonders für Pferde geeignet. Der zweite und die weiteren Grasschnitte – heute werden Heuwiesen bis sechs mal im Jahr geschnitten.

Der 1. Schnitt wird in heutigen Produktionsverfahren nicht als Heu, sondern weit überwiegend zu Silage (Grassilage) konserviert, um den Gesamtertrag des Grünlandes zu erhöhen.

Grummet ist kürzer und enthält mehr Kräuter. Es ist aufgrund eines relativ zum 1. Schnitt früheren Schnittzeitpunkts nährstoffreicher bzw. hat einen niedrigeren Anteil an Strukturkohlenhydraten als Heu.

Grummet ist wegen seines hohen Eiweißgehalts besonders für Milchvieh als Futter geeignet. Aufgrund der Kolikgefahr kann es für Pferde dagegen sogar gefährlich sein.

Als Faustregel für die Futtermenge von Heu kann man folgendes sagen:

  • Füttern Sie Ihrem Pferd täglich so viel Heu, damit es ca. 5 Stunden Zeit zum Fressen hat oder anders ausgedrückt: Geben Sie Ihrem Pferd täglich mindestens 1,5 kg Heu pro 100kg Körpergewicht pro Tag.
  • Ein 500kg-Pferd benötigt demnach mindestens 7,5kg Heu am Tag. Das ist ein riesen Berg Heu.

Es könnte sein, daß Ihr Pferd durch die große Menge Heu einen kleinen Heubauch bekommt. Dies bedeutet nicht, daß Ihr Pferd übergewichtig ist. In freier Wildbahn haben fast alle Pferde einen Heubauch. Das ist eine ganz normale Angelegenheit und man sollte als [Ein eigenes Pferd ?|Pferdehalter]] darüber hinweg sehen. Denn ein Pferd mit Heubauch ist allemal gesünder als ein Pferd das zu Koliken neigt (aufgrund geringer Mengen Heus). Bekommt das Pferd deutlich weniger Heu als oben angegeben, dann werden nicht ausreichend Verdauungssäfte, Enzyme und Milchsäurebakterien im Magen-Darm-Trakt gebildet. Das Pferd neigt zu Koliken, Depressionen, innerer Unruhe und Ernährungsstörungen.

Luzerneheu

Luzerne wird meist als Silage oder Grünmehl für Pellets, wegen hoher Bröckelverluste seltener als Heu geerntet, kann aber auch beweidet werden.

Besonders reich an:

  • Provitamin: A (Carotine), (Thiamin),(Riboflavin, Nicotinsäure, Pantothensäure, Folsäure), ,(Pyridoxin), C (Ascorbinsäure), D (Calciferol), E (Tocopherol), H (Biotin), K (Phyllochinon, Menachinon).
  • leicht aufnehmbaren Mineralstoffen: Kalzium, Eisen, Kupfer, Magnesium, Phosphor.
  • Chlorophyll (am Licht gekeimt).
  • Kalzium (1200 mg pro 100 g Sprossen = doppelter Tagesbedarf!)
  • Proteinen (20 % des Gesamtgewichts).

Enthält alle essentiellen Aminosäuren.

Grünmehle

Grünmehle sind stark getrocknete und gemahlene Tierfutter.

Sie werden meist zu Pellets gepresst als Futter verwendet. Am häufigsten werden sie wohl als Pferdefutter eingesetzt. Ihre Trockensubstanz liegt bei 90%. Luzernegrünmehl hat mit zirka 17 g je kg einen sehr hohen Kalziumgehalt, während Wiesengrünmehl hier lediglich auf etwa 6 g je kg kommt. Bei Fütterung von Luzernegrünmehl hat der Pferdehalter also auf einen entsprechend hohen Phosphoranteil in der übrigen Nahrung zu achten.

Silage

Silage oder Gärfutter ist durch Milchsäuregärung konserviertes hochwertiges Grünfutter für Nutztiere (hauptsächlich Wiederkäuer). Für diese Art der Konservierung sind grundsätzlich alle Grünfuttermittel geeignet: unter anderem Gras, Mais, Klee, Luzerne, Ackerbohnen, Hafer und Rübenblätter.

Die Vorteile gegenüber Heu sind die höhere Witterungsunabhängigkeit, höhere Schlagkraft und die geringeren Bröckelverluste. Die Futterration wird in Bezug auf die Proteinversorgung meistens mit importiertem Sojaextraktionssschrot ausgeglichen.

Wenn die Silage hohe Rohfaser- und Eiweißgehalte aufweist, eignet sie sich nur bedingt für den Einsatz in der Pferdefütterung, deshalb muss normales Heu zugefüttert werden. Geeigneter für die Pferdefütterung ist daher die später geerntete Heulage.

Zitiert aus:
Artikel Silage. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 7. Oktober 2007, 19:39 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/Silage (Abgerufen: 6. Januar 2008, 14:33 UTC)
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Silagen sind für Pferde als ungünstiges Futtermittel einzustufen. Silage übersäuert den Organismus des Pferdes sehr stark, dies kann zu den unterschiedlichsten Krankheiten führen. Außerdem enthalten insbesondere Maissilage extrem viel Phosphor und nur wenig Calcium. Dies fördert einen gestörten Knochenstoffwechsel und es können Krankheiten wie zum Beispiel Arthrose begünstigt werden. Bei Grassilage ist das Calcium-Phosphor-Verhältnis etwas günstiger, jedoch enthält Grassilage sehr wenig Calcium und sehr wenig Phosphor. Deswegen sollte von beiden Silagearten nicht mehr als 20 % verfüttert werden. Die restlichen 80 % der Fütterung sollten aus Heu vom ersten Schnitt bestehen.

Heulage

Heulage wird im Gegensatz zu Silage, die aus jungem Gras erzeugt wird, ebenso spät wie Heu geschnitten. Nach dem Schnitt wird Heulage auf 50 bis 60 % Trockenmasse (Silage ca 35 %) heruntergetrocknet und anschließend gepresst und luftdicht verpackt. Als Siliermittel können dabei Melasse oder Bakterien zugegeben werden.

Heulage wird aber besonders in der Pferdefütterung häufig eingesetzt, da es bedingt durch die späte Mahd einen niedrigeren Rohproteingehalt als Silage hat. Durch die Staubfreiheit ist Heulage ideal bei heustauballergischen Pferden.

Zitiert aus:
Artikel Heulage. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4. April 2007, 19:11 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/Heulage (Abgerufen: 6. Januar 2008, 14:36 UTC)
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Trockenschnitzel

Trockenschnitzel sind ein Nebenprodukt aus der Zuckerrübenverarbeitung, das als Futtermittel vor allem für Rinder, Schweine, Schafe und Pferde genutzt wird.

Trockenschnitzel werden in loser und pelletierter Form angeboten. Je nach noch verbliebenem Zuckeranteil unterscheidet man unmelassierte Trockenschnitzel (Zuckergehalt ca. 7 %) und Melasseschnitzel (Zuckeranteil ca. 20 %). Rübenschnitzel werden in der Hauptsache zum Mästen eingesetzt, d. h. sind für eine schnelle Gewichtszunahme ideal. Da es in der Pferdefütterung nicht auf Gewichtszunahme ankommt, ist der dauerhafte Einsatz von Rübenschnitzeln, nicht zuletzt auch auf Grund des hohen Zuckeranteils, nicht von Vorteil. Zuckerrübenschnitzel werden daher in der Pferdefütterung hauptsächlich in der Rekonvaleszenz, d. h. in der Regenerationsphase nach Krankheit, eingesetzt.

Zitiert aus:
Artikel Trockenschnitzel. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 19. März 2007, 09:57 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/Trockenschnitzel (Abgerufen: 6. Januar 2008, 14:39 UTC)
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Kraftfutter = Mais, Gerste ...

.. ist Weizenkleie, Mais, Gerste, Hafer, Rübenschnitzel, alle Sorten von Cobs. Natürlich kann einfach ein fertiges Mischfutter genutzt werden. Wer aber glaubt, das superteuer aus Texas importierte Spezialfutter ist für den eigenen Appaloosa die ultimative Futterlösung, unterliegt, gelinde gesagt, einem Irrtum. Denn gerade bei Getreide, aufgebrochen, geschrotet oder gequetscht, erhält man die beste, weil frischeste Qualität von einer Mühle vor Ort.

Keine lange Lagerung, kein langer Transport, so kommt gutes Futter ohne obskure Zusätze direkt ins Pferd! Deshalb sollte sich jeder Pferdebesitzer überlegen, sein Kraftfutter doch selbst zu mischen, die Qualität und auch der Preis sprechen für sich.

Mengenangaben für Kraftfutter (Hafer, Mais, Rübenschnitzel, Gerste, Dinkel...) pro Pferd/Pony und Tag.

  • Großpferde: Für 1 Stunde Arbeit ca. 1,5kg Kraftfutter berechnen.
  • Kleinpferde und große Ponys: Für 1 Stunde Arbeit ca. 1kg Kraftfutter berechnen.
  • Kleinere Ponys: Für 1 Stunde Arbeit ca. 0,5kg Kraftfutter berechnen.

(Bitte nicht mehr Kraftfutter geben, da dies den Organismus des Pferdes übersäuern würde und dadurch Krankheiten entstehen können).


Hier ein kurzer Überblick über die Inhaltsstoffe der einzelnen Futtersorten (Berechnet pro Kilo):

  • Hafer enthält: Calcium 1,1 Gramm/kg, Phosphor 3,2 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 85 Gramm.
  • Gerste enthält: Calcium 0,6 Gramm/kg, Phosphor 3,4 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 87 Gramm.
  • Mais enthält: Calcium 0,4 Gramm/kg, Phosphor 2,8 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 64 Gramm.
  • Dinkel enthält: Calcium 0,4 Gramm/kg, Phosphor 3,2 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 83 Gramm.
  • Getrocknete Rübenschnitzel enthalten: Calcium 6,8 Gramm/kg, Phosphor 1,0 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 51 Gramm.
  • Weizenkleie enthält: Calcium 1,3 Gramm/kg, Phosphor 11,8 Gramm/kg, verdauliches Rohprotein 105 Gramm.

Weizenkleie

Die Kleie ist ein Nachprodukt beim Mahlen des Getreides. Es sind die Schalen der Getreidekörner.

Kleie als Futtermittel für Pferde ist zwar nicht nötig, schadet aber nicht und macht im Gegensatz zu anderen Futtermittelarten am wenigsten dick.

Mengenangaben für Weizenkleie

  • Großpferde: Täglich 600 Gramm berechnen.
  • Kleinpferde und große Ponys: Täglich 400 Gramm berechnen.
  • Kleinere Ponys: Täglich 200 Gramm berechnen.

(Bitte nicht mehr verfüttern als angegeben, da Weizenkleie sehr viel Phosphor enthält und dies den Knochenstoffwechsel negativ beeinflusst).

Extraktionsschrot

Das Extraktionsschrot entsteht als Nebenprodukt bei der Ölgewinnung.

Da das Öl aus der Frucht größtenteils entfernt ist, verbleibt im Extraktionsschrot relativ viel Protein (um 40 Prozent). Der Proteingehalt wird weiterhin positiv durch das Verwenden von geschälter (enthülster) Ware beeinflusst, der Rohfasergehalt sinkt dabei aber. Durch den hohen Proteingehalt wird das Extraktionsschrot oft als Ergänzungsfuttermittel eingesetzt.

Pflanzenöl

--> hier ist euer Wissen gefragt.

Mash

Ein Ergänzungsfutter für Pferde. Es ist ein diätisches Futter mit leicht abführender Wirkung.

Mash wird von der Futtermittelindustrie in zahlreichen Zusammensetzungen und Qualitäten angeboten. Es kann jedoch auch selbst hergestellt werden. Ein mögliches Rezept enthält:

  • ein Teil Leinsamenschrot,
  • zwei Teile Weizenkleie und
  • vier Teile Quetschhafer.

Das Leinsamenschrot wird am Vortag der Fütterung eingeweicht, am nächsten Tag nochmals mit Wasser aufgekocht und dann mit der Kleie und dem Hafer gut vermischt, sodass ein dicker Brei entsteht. Mash wird immer lauwarm verfüttert. Die fertigen Mischungen werden zumeist nur mit heißem Wasser (abkochen ist zumeist nicht mehr nötig) übergossen und 10-15 Minuten ziehen und abkühlen gelassen.

Mash dient als Zusatzfutter für Pferde im Haarwechsel, für kranke und schwache Pferde, für säugende Stuten oder bei überdurchschnittlichen Beanspruchung zum Beispiel in der Turnier- und Jagdsaison. Daneben ist Mash ideal für Pferde mit Verdauungstörungen, da es sehr magenschonend ist bzw. magenentspannend wirkt.

Zitiert aus:
Artikel Mash (Futter). In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 28. Dezember 2007, 10:47 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/Mash (Abgerufen: 6. Januar 2008, 14:49 UTC)
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Stroh

Der Begriff Stroh ist ein Sammelbegriff für ausgedroschene und anschließend getrocknete Halme und Stängel, im weiteren Sinn von jeglichen Feldfrüchten, im engeren Sinne nur von Getreide.

Im Unterschied dazu besteht Heu aus luftgetrockneten, geschnittenen Futterpflanzen, d. h. meist aus Gräsern, aber auch zum Beispiel aus Klee. Heu ist von vorneherein für die Verwendung als Tierfutter bestimmt, während Stroh zwar ebenfalls als Futtermittel, jedoch vorwiegend als Einstreu eignet.

Es ist hingegen wunderbar zur Beschäftigung und zum Knabbern und wer ein sehr gefräßiges Pferd hat, hält damit dessen Leibesausdehnung in Grenzen. Stroh macht lange nicht so schnell dick wie Heu, dennoch es gibt auch Pferde, gerade wenig oder gar nicht gearbeitete, die Stroh vor lauter Langeweile grenzenlos in sich hineinstopfen. Das gibt zwar nicht viel Speck auf den Rippen, aber trotzdem einen Kugelbauch wegen der enormen Fasermenge im Darm. Sieht nicht nur nicht schoen aus, sondern ist auch nicht gesund, denn Stroh ist kein naturgemäßes Hauptfutter; Verdauungsprobleme bis hin zur Kolik koennen die Folge sein. Deshalb sollten nicht arbeitende Pferde auf Spaene, Leinstroh... umgestellt werden, wie es aus genau diesem Grund auch in fast jeder Pferdeklinik gehandhabt wird. Wenn also die frisch eingestreute Box am naechsten Tag bis auf das verschmutzte Stroh fast leergefressen ist, sollte man an zusaetzliche Beschaeftigung denken und dem Pferd außerdem mehr Heu geben, aber in jedem Fall eine andere Einstreu waehlen und das Stroh portionieren.

Minerale

Mineralstoffe sind anorganische Bestandteile der Futtermittel, die der Pferdekörper nicht selbst bilden kann. Beim Pferd unterscheidet man die Mengenelemente und die Spurenelemente. Der Unterschied zwischen den Elementen ist der, dass Mengenelemente im Pferdekörper mit g (Gramm) angegeben werden.Spurenelemente werden mit mg (Milligramm) angegeben.

Zu den Mengenelementen gehören Kalzium (Ca), Phosphor (P), Magnesium (Mg), Kalium (K), Natrium (Na) und Chlor(Cl). Zu den Spurenelementen gehören Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Zink (Zn), Mangan (Mn), Kobalt (Co), Jod (J), Selen (Se) sowie einige weitere.

Pferde brauchen Minerale, aber lange nicht soviel, wie Hersteller von Mineralfuttern sich wünschen. Bei einer ausreichenden Heufütterung mit Weidegang (5 Stunden Fresszeit täglich) und einem eher geruhsamen Lebenswandel, braucht in der Regel gar kein Mineralfutter zugefüttert werden. Außer: das Pferd steht in einem Mangelgebiet. Es gibt alle möglichen davon, oft fehlt Jod oder z. B. Selen. Will man die Fuetterung von Mineralfutter einschraenken oder dieses weglassen, sollte man sich darueber genau informieren. Auskunft erteilt in Deutschland das lokale Landwirtschaftsamt. Bodenproben untersuchen zu lassen gibt Sicherheit. Wenn das Pferd in einem Mangelgebiet steht, ist logisch, dass Fehlendes zugefüttert werden muß. Im Winter läßt der Gehalt an ß-Carotin im Heu nach (daraus baut sich der Pferdeorganismus das benötigte Vitamin A). Dann gilt es also, Karotten, Karottenschnitzel oder Vitamin A-Pulver zu füttern. Ist das Heu deutlich älter als 1 Jahr, dann ist es sinnvoll dem Pferd täglich 50-100 ml kaltgepresstes Öl (Weizenkeimöl, Distelöl oder Sonnenblumenöl) mit unter das Futter zu geben, damit das Pferd genügend Vitamin E erhält. Vitamin D sollte Stallpferden zugegeben werden, die keinen täglichen Auslauf in freier Natur haben.

Anders sieht die Sache aus, wenn das Pferd hart arbeitet, denn dann gehen mit dem Schweiss insbesondere Mineralien und Spurenelemente verloren. Unter harter Arbeit versteht man 2 Stunden Arbeit pro Tag oder sogar mehr. Nicht nur Natrium und Chlor, was die Pferde durch den immer vorhandenen Salzleckstein ausgleichen können, sondern eine Vielzahl anderer wird mit ausgeschwitzt, von etlichen Stoffen steigt der koerpereigene Bedarf an. Hier lohnt sich eventuell ein Mineralfutter, wobei in der Regel auch die preisguenstigeren ihren Zweck erfuellen. Bei der Gabe von Mineralfutter ist weniger mehr. Überdosierungen von Spurenelementen und Mineralstoffen können zu Organschädigungen führen. Seien Sie deshalb vorsichtig bei der Zufütterung von Mineralfutter. Wiegen Sie die genaue Menge mit einer Briefwaage oder Haushaltswaage ab und markieren Sie den Becher entsprechend, den man dann immer verwenden kann mit der genauen Dosis.

Folgende Mengen an Mineralfutter sind unschädlich:

  • Für ein Großpferd: Täglich maximal 60 Gramm Mineralfutter.
  • Für ein Kleinpferd oder großes Pony: Täglich maximal 40 Gramm Mineralfutter.
  • Für ein kleines Pony: Täglich maximal 20 Gramm Mineralfutter.

Als Salzleckstein eignet sich ein Himalaya-Salzleckstein oder ungebleichtes Meersalz und Steinsalz ohne chemische Zusätze. Ein natürlicher Salzleckstein (z.B. Himalaya-Salzleckstein) enthält ca. 10 % natürliche Mineralstoffe und Spurenelemente und dient somit als zusätzliches alternatives Mineralfutter ohne synthetische Zusätze.


Bei der Fütterung sollte stets beachtet werden, dass dem Tier genügend Raufutter zur Verfügung steht. Das Raufutter (Stroh und Heu) spielt bei der Intakthaltung der Bakterienkulturen im Darmtrakt des Pferdes eine wichtige Rolle. Zudem dient es - durch seine spezielle Struktur - der Zahnpflege und beugt der Hakenbildung vor.

Pferde benötigen täglich frisches Wasser. Die Menge hängt in hohem Maß von Witterung, Fütterung und Gewicht ab und kann bis zu 60 Liter am Tag betragen. Optimal zur Wasserversorgung ist die Installation einer Selbsttränke, bei der das Pferd durch Druck auf eine Metallzunge das Tränkebecken selbst befüllen kann. Die Zuleitungen müssen allerdings im Winter frei von Frost gehalten werden, da durch Einfrieren des Wassers die Tränkevorrichtungen außer Funktion geraten könnten. Im Allgemeinen ist bei der Lagerung vom Futter darauf zu achten, dass das Futter weitestgehend für Mäuse unzugänglich aufbewahrt wird, da diese durch Kot/Urin auch Krankheitserreger an das Futter abgeben.

Für Pferde giftige oder ungenießbare Pflanzen, unter anderem Efeu, Hahnenfuß und Klee, werden meist nur gefressen, wenn sonst keine ausreichende Versorgung mit Grünfutter vorliegt. Eine besondere Gefahr besteht für Pferde durch giftpflanzenhaltiges Heu, zum Beispiel Schachtelhalm- oder Klee-Beimischungen, wird aber nicht von allen Pferden angenommen.

Normaltext Zitiert aus:
Artikel Hauspferd. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 1. Januar 2008, 21:45 UTC. URL: de.wikipedia.org/w/Hauspferd (Abgerufen: 6. Januar 2008, 14:04 UTC)
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Kurivtext Zitiert aus:
www.pferdewiki.de/wiki/Pferdefütterung Stand 18. Dezember 2007 um 14:35 Uhr
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siehe auch

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