Informationen zum Thema Giftpflanzen

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Nachschlagewerk/ Branchenbuch rund ums Pferd

- Gesundheit, Haltung & Ausrüstung -


Giftpflanzen

Grüne Giftpflanzen werden von Pferden meist nur gefressen, wenn Nahrungsmangel vorliegt. So kam es z.B. dadurch zu einer Vergiftung, dass Pferde auf einer abgefressenen Weide in großer Menge wildwachsende Zwiebeln aufnahmen. Unter ähnlichen Bedingungen können Vergiftungen durch Hahnenfußgewächse auftreten, wenn auf sonst kahler Weide an Bächen und Tümpeln überwiegend nur noch diese Pflanzen wachsen.

Auch Tiere, die im Freien angebunden stehen und sich langweilen, fressen bisweilen an erreichbaren Giftpflanzen. Eine besondere Gefahr geht für Pferde von giftpflanzenhaltigem Heu aus, das allerdings nicht von allen Tieren aufgenommen wird.

Pferde, die eine durch Vergiftung ausgelöste Krankheit überstanden haben, verweigern danach oft die Aufnahme des entsprechenden Heus.

Der Schweregrad einer Vergiftung wird nicht nur von der aufgenommenen Pflanzenmenge und deren Giftkonzentration, sondern auch vom Ernährungs- und Gesundheitszustandes des Pferdes bestimmt.

So treten Vergiftungen durch schachtelhalmhaltiges Heu im Winter hauptsächlich bei solchen Pferden auf, die eine knappe und vor allem konzentratarme Fütterung erhalten. Giftpflanzen können auf der Weide, mit Heu bzw. Krippenfutter oder bei Ausritten, besonders in Garten- und Parkanlagen aufgenommen werden.

Die meisten giftigen Weidepflanzen (Hahnenfuß, Sumpfschachtelhalm, Gundermann ect.) werden von Pferden gemieden. Unter den spontan gefressenen ist das Jacobskreuzkraut zu nennen, das in Deutschland auf Weiden selten, gelegentlich aber an Wald- und Wegerändern wächst (goldgelbe Blüten von Juli bis September). In Westeuropa, besonders England, zählt es zu den gefährlichsten Giftpflanzen für Pferde.

Gelegentlich wird auch von Vergiftungen durch das gemeine Kreuzkraut, das in Klee oder Luzerne zu finden ist, oder durch das Alpenkreuzkraut berichtet.


Hier findet Ihr eine umfassende Übersicht über alle Giftpflanzen für Pferde.

Quelle: http://www.pferdewissen24.eurital.de

Anmerkung

Viele Giftpflanzen können von Pferden in Grünfutter (gemähtem Gras) nicht erkannt werden. So wird z.B. der o.g. Hahnenfuß auf der Wiese nur unter den oben genannten Bedingungen gefressen, dagegen in vorgelegtem Grünfutterschnitt sofort.

Im Heu verlieren einige, aber nicht alle Giftpflanzen ihre Giftigkeit. Pferde können die meisten Giftpflanzen im Heu nicht erkennen und fressen sie dadurch auch.

Siehe hierzu auch:

--Hajo Seifert 05:53, 7. Dez. 2007 (CET)

Siehe auch:

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