Freizeitreiten - NEU,die Nutzung von Muli`s
Aus Reiterforum-Thueringen
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Immer öfter greifen Reiter heute auf Muli`s zurück.
Maultiere sind extrem zähe, anspruchslose und geländetüchtige Tiere, die spielend über 100 kg Last auf- und abwärtstragen. Sie eignen sich sehr gut für die Freizeitreiterei und besonders gut für das Wanderreiten.
Maultier oder Maulesel ?
| Vater | Mutter | |
| Maultier (mule, muli) | Esel | Pferd |
| Maulesel (hinny, hinney) | Pferd | Esel |
Maultiere sind in der Regel nicht mehr fortpflanzungsfähig. Maultiere sind nicht irgendwelche Kreuzungsprodukte, sondern wertvolle, einmalige Haustiere.
Im Wesen ist der Maulesel dem Esel näher. Dies wird darauf zurückgeführt, dass er mit der Eselstute zusammen aufwächst und daher von ihr lernt, wie er das Leben zu meistern hat. ...
Vorteile gegenüber dem Pferd
Kreuzungen zwischen Esel und Pferd wurden schon im klassischen Altertum durchgeführt. Die alten nutzten diese leistungsfähigen Mischlingen besonders gern und führten sie auch auf ihren Heereszügen mit.
Maultiere waren schon immer weit verbreitet.
- Vorteile
- genügsamer als Pferde
- Maultiere sind ziemlich anspruchslos bezüglich Futter: ihr Futterverwertungsvermögen ist erheblich höher als das von Pferden: gegenüber einem vergleichbaren Pferd kann die Futterersparnis bis zu 25% betragen. Trotzdem muss die Ernährung an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen ausgewogen sein.
- Im Gegensatz zu Pferden überfressen sich Maultiere fast nie bis zur Kolik. Man kann sie also mit Futter für mehrere Tage allein lassen.
- weniger schreckhaft als Pferde
- selbständige Einschätzung der Situation (Vorsicht), neigen deshalb auch nicht zur Panik wie Pferde
- Sie sollen auch das Feuer weniger fürchten (weshalb frühere Feuerwehren oft Maultiergespanne statt Rosse vor die Spritzenwagen spannten)
- zäher, abgehärteter, resistenter gegen Hitze und Kälte als Pferde
- Ein Beschlagen der Hufe mit Hufeisen ist in vielen Fällen nicht nötig. Regelmäßige Hufpflege ist jedoch nötig.
- trittsicherer als Pferde
- Das Muli hat einen schmaleren Körper als ein Pferd gleicher Größe und gleichen Gewichts. Seine Beine sind stark und seine Hufe klein. Diese schmale Statur hilft ihm, seine Schrittte vorsichtig zu wählen. Dazu schaut das Maultier genau auf den Weg vor sich und ins Tal, nicht bergwärts wie das Pferd, wodurch das Maultier weniger in Gefahr gerät, mit der Hinterhand auszurutschen. Dazu überlässt das Maultier nicht dem Reiter das Denken. Aus reinem Überlebenswillen beurteilt es die Situation immer wieder aufs neue und reagiert entsprechend."
Napoleon soll, als er die Alpen überquerte, sich nicht einem Araberhengst anvertraute, sondern dem unerschütterlichen Rücken einer Maultierstute; er hatte angesichts des unwirtlichen Geländes auf das Maultier umgestellt, im Bewusstsein, dass er hier mit Allrad- oder besser gesagt Allbeinantrieb besser beraten sei.
siehe auch
- Gugelberg, Helene von ; Bähler, Cordula: Alles über Maultiere. -- Cham : Müller Rüschlikon, ©1994. -- ISBN 327501956
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